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Interview mit Ivo Muri

Thesen

1. Die Schweizerische Demokratie ist ein Reformfall

Wer die Grundlagenwerke unserer Demokratie hervornimmt (J.J. Rousseau, Montesquieu) der wird feststellen, dass sich in unserem Land sehr unschöne Entwicklungen ergeben haben, welche es unumgänglich machen, unser Land zu reformieren. Die Strukturveränderungen der 90-er Jahre haben uns einen Gesellschaftszustand (Kultur) beschert, welche nur mit den schlimmsten Zeiten in unserem Land vergleichbar ist. Wenn wir wieder demokratische Zustände wollen, müssen wir wieder demokratische Strukturen schaffen. Noch nie konnte ein Volk durch Polizei-und Militärgewalt im Zaum gehalten werden. Demokratie war unser Weg - auf diesen Weg sollten wir wieder zurückkehren. Oligarchie ist aber ganz einfach nicht das Gleiche wie Demokratie, auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen - es gibt sie bei uns - die classe politique.
Niemand geringerer als Leo Schürmann hat dies 1976 in einem Radiointerview deutlich bestätigt. Er hat dort Herrn Von Salis zitiert - eine integre Persönlichkeit, die man sicher nicht als Ketzer abtun darf.

2. Ein EU-Beitritt ist nur mit Abschaffung der direkten Demokratie möglich

Weil wir neue Strukturen geschaffen haben, im Sinne einer Integration in die EU, haben wir den gleichen Kultur- zustand erreicht, den wir vor 150 Jahren hatten. In meinem kleptokratischen Manifest habe ich dies eindrücklich beschrieben. Ich würde mich nicht glücklich schätzen, wenn ich zu jener Führungsgeneration gehören müsste, welche dereinst von unseren Kindern hören müsste, sie hätte die direkte Demokratie und damit unsere seit Generationen bewährten paradiesähnlichen Zustände der Globalisierung preisgegeben. Vor 150 Jahren herrschte Kolonialisierung und Feudalismus (Absolutismus). Heute sagen wir statt Koloniallisierung einfach Globalisierung und statt Feudalisierung sagen wir Privatisierung. Das Resultat in Bezug auf unsere Kultur, unsere Demokratie und wie sich die Menschen fühlen ist das Gleiche.Schuld sind wie vor 150 Jahren Exzesse im Geldsystem, welche bereits Gottfried Keller angeprangert hat. Wer einen EU-Beitritt befürwortet oder im Laufmeter Europäische Gesetze importiert, hat unsere Demokratie aufgegeben. Mit der Einführung des EURO und der Turboerweiterung im Osten hat die EU deutliche Signale gesetzt, dass wir uns auf einen NICHT-BEITRITT in der Schweiz einstellen müssen. Es wäre fatal, wenn wir uns wirtschaftlichem Druck beugen und dafür unsere Politische Autonomie opfern würden. Deshalb sollten wir auch die Gemeindeautonomie nicht weiter unter Druck setzen und an unserer bewährten kleinräumigen föderalistischen Demokratie festhalten.

3. Es braucht eine halbe Generation um die Fehler der letzten Jahre (Jahrzehnte) zu korrigieren.

Gesellschaftliche Zustände ändern sich nicht durch Verhaltensveränderung von Menschen, sondern durch geschickte Strukturen, welche sich eine Gesellschaft gibt. Ein Kultureller Zustand, welcher den Namen demokratisch verdient (in dem Werte wie Solidarität, Freiheit usw. gelebt werden), ist Folge der vorgelagerten Strukturen und nicht die Voraussetzung einer demokratischen Gesellschaft. Innerhalb demokratischer Strukturen muss Verantwortung an integre Menschen übertragen werden. Der Vorteil der Demokratie, ist dass nicht integre Menschen jederzeit abgewählt werden können. Dazu muss es jedoch echte Meinungsfreiheit ohne jede Repression geben. Weil dies sicher seit 1976 (siehe Leo Schürmann)- eventuell früher - nicht gegeben ist, haben wir viel Arbeit vor uns. Der Weg führt über das Erarbeiten und Erkennen der richtigen Strukturen und das Zuweisen von Verantwortung. Dann brauchen wir integre Menschen und diese wiederum müssen sich offener Kritik stellen, ohne jegliche direkte oder indirekte Repression gegen Andersdenkende. Innert wenigen Jahren haben wir global und national so viele Konflikte geschaffen, wie wir sie selten in dieser Massierung seit dem zweiten Weltkrieg hatten. Es reicht nicht, wenn wir "neue Ethik" oder "Vertrauen" von den Menschen verlangen. Ehisch korrektes Verhalten und Vertrauen sind Resultat und nicht Grundlage einer guten demokratischen Politik. Wer am Bürger vorbeipolitisiert und Fortschritt predigt aber Rückschritt realisiert darf sich nicht wundern, wenn der Bürger kein Vertrauen hat und jeder nur noch für sich schaut - die Solidarität also abhanden kommt. Ich habe bereits im März 2001 eine realistische Landkarte für Wirtschaft und Gesellschaft entworfen und vorgestellt. Anhand dieser Landkarte kann man Verantwortung einwandfrei zuweisen und erklären, wie Sozialgefälle entsteht. Wenn wir an dieser Landkarte weiterarbeiten, können wir innerhalb einer halben Generation zurückfinden zu jener Kultur, welche wir in unserem Land vor nicht allzulanger Zeit sehr geschätzt haben. Wir müssen nicht die Kultur ändern, indem wir die Menschen ethisch und vertrauensvoll machen. Wir müssen die

Vision und Struktur einer echten Demokratie neu legen, indem wir das Geldsystem unter demokratische Kontrolle zwingen. Alles weitere wird die Folge davon sein. Es dauert etwas länger, dafür kann es gewaltfrei erreicht werden und vor allem nachhaltig über Generationen funtionieren. Ich würde mich freuen, mit Ihnen gemeinsam diesen Weg zu gehen.